Der große Whey Protein Vergleich 2026 – Teil 2
Wir machen weiter mit dem zweiten Teil des großen Whey Proteinpulver Vergleichs für das Jahr 2026. 👏 Welches Protein von welcher Marke passt am besten zu dir? Finden wir es heraus! ☺️
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Transkript:
Wir machen weiter mit unserem großen Whey Protein Vergleich für das Jahr 2026. Auch dieses Mal habe ich wieder 9 Proteinpulver von 8 unterschiedlichen Marken genauer unter die Lupe genommen und miteinander verglichen. Alles natürlich mit den Ergebnissen unseres ersten Vergleichs im Hinterkopf!
Wie also Marken wie GEN, Gannikus, ahead oder Sinob abschneiden, das erfahrt ihr in diesem zweiten Teil meines großen Whey Protein Vergleichs 2026!

Zu Beginn nochmal kurz eine Einordnung, damit ihr an dieses Video auch die richtige Erwartungshaltung habt:
Diese Vergleichsvideos sollen dir helfen das für dich am besten passendste Whey Protein zu finden. Und das kann für dich ein völlig anderes Produkt sein wie für jemand anderen. Ein Ranking wäre also absolut Fehl am Platz, weil jedem etwas anderes wichtig ist. Ich vergleiche natürlich trotzdem die Produkte, der Fokus liegt aber vor allem darauf die jeweiligen Besonderheiten der Produkte herauszuarbeiten, damit ihr auf Basis dessen eure persönliche Kaufentscheidung treffen könnt.
Mit am Start sind dieses Mal die Marken ahead, Zumub, Vit4Ever, GEN, Neosupps, Overshield mit gleich zwei Proteinen, Gannikus und Sinob. Und wenn wir da wie schon im ersten Teil auf die nackten Zahlen blicken, dann zeigt sich wieder ein sehr differenziertes Bild, vor allem beim Preis.

Der ist zwar nur eine Momentaufnahme, weil der Rohstoffpreis für Whey Protein immer noch steigt und Insider mittlerweile beim reinen WPC-80 Rohstoff – also ohne Versand, Verpackung, Aroma etc. – sogar die 25 EUR pro kg für sehr realistisch halten, müsst ihr das immer mit einer gewissen Vorsicht genießen.
Stand jetzt sieht es aber so aus, dass Gannikus mit einem, ja fast schon Kampfpreis von 24 EUR, bzw. wenn wir ganz genau sind 24,30 EUR nach Code, das aktuell günstigste Angebot macht. Das ist sogar noch günstiger als unser Preissieger aus der letzten Folge, also das WPC-80 vom Bodybuilding Depot, wobei das mit seinem reduzierteren Ansatz eh eine andere Linie fährt und ich deswegen nicht mal als direktes Konkurrenzprodukt bezeichnen würde.
Preislich mithalten in unserem neuen Kandidatenfeld kann lediglich noch das 100% Whey Concentrate von Zumub und wenn wir uns diese beiden Proteine einmal anschauen, können wir auch schnell sehen, wie in der heutigen Zeit überhaupt noch so ein Preis erreicht werden kann. Sowohl Gannikus als auch Zumub setzen nämlich auf reines Whey Protein Konzentrat.
Ob es sich dabei auch immer um ein WPC-80 handelt oder sich hinter der Bezeichnung auch teilweise ein WPC-75 oder gar 70 befindet, wissen wir nicht, blicken wir aber auf die Nährwerte, dann äußert sich die Tatsache mit dem Whey Protein Konzentrat beim Verum Whey von Gannikus auch im niedrigsten Eiweiß- und höchsten Laktosegehalt im Test.

Generell müsst ihr wissen, dass es da teilweise echt große Unterschiede macht, von welcher Molkerei der Supplement Hersteller sein Whey bezieht.
Also obwohl es sich immer um Whey Protein handelt, kann ein Whey von der einen Molkerei bessere oder schlechtere Nährwerte haben oder auch andere Eigenschaften aufweisen, wie eine besondere Cremigkeit zum Beispiel. Aber dazu kommen wir gleich!
Den höchsten Eiweißgehalt erreicht in diesem Vanille Vergleich hier Overshield mit ihrem L’Over Protéiné, wobei auch hier der Anteil an Kohlenhydraten erneut ungewöhnlich hoch ausfällt. Dort ist es aber nicht auf den Milchzucker zurückzuführen, der liegt mit 4,2 g auf 100 noch im Rahmen, sondern eben auf andere Zusatzstoffe, vielleicht sogar solche, die gar nicht auf der Zutatenliste aufgeführt sind.

Im Vergleich zu Teil 1 liegt der Mittelwert des Proteingehalts übrigens ca. 1 ½ Prozentpunkte niedriger.
Daraus lässt sich schließen, dass in diesem neuen Kandidatenfeld die Faktoren Geschmack und eben auch der Preis eher im Fokus stehen als die Performance.
Interessant wird es aber jetzt natürlich wieder bei der individuellen Betrachtung und da beginnen wir mit dem Whey Protein von ahead Nutrition. Klickt man sich nur mal durch das Sortiment dieser Marke, dann kann man schon erahnen, dass hier vor allem der Geschmack im Fokus steht.
Gemixt mit Wasser und zubereitet mit einem elektrischen Shaker wie diesem hier bekommt man bei ahead auch richtig kräftige Shakes als Ergebnis. Die Vollmundigkeit ist also auch definitiv weiter vorne anzusiedeln, wenngleich sie trotzdem nicht das Niveau eines Inleads aus unserem ersten Whey Protein Vergleich erreichen.
Dafür bekommt man hier aber wesentlich mehr Geschmacksrichtungen und es gibt neben Proben auch zwei kleine Probierpakete, um sich ohne großes Commitment durch das Sortiment testen zu können. Ob ein Proteinpulver übrigens Proben enthält, findet ihr immer in der untersten Zeile meiner Tabelle vermerkt.

Zurück zu ahead lässt sich noch sagen, dass hier je nach Geschmack auch kleine Stückchen enthalten sein können. Im Falle von White Chocolate Pistachio ist das beispielsweise weiße Schokolade und die basiert, wie das auch so gut wie immer der Fall ist bei diesen Zusätzen, auf ganz normalem Zucker. Also eher suboptimal! Da die Dosierung dessen mit in dem Falle jetzt zum Beispiel nur 2% relativ gering ist, ist dessen letztliche Auswirkung auf die Nährwerte aber meist eher vernachlässigbar.
Preislich liegt ahead im Vergleich zu den anderen definitiv im Premiumsegment und bezahlen sollte man den Preis in meinen Augen am ehesten dann, wenn einen der Geschmack und dessen Vielfalt reizt!
Das komplette Gegenteil haben wir dann bei der Marke Zumub vor uns. Diese aus Portugal stammende Marke versucht vor allem mit ihren günstigen Preisen zu überzeugen und das zeigt sich auch schon bei der gesamten Aufmachung. Statt Dosen mit verspieltem Design bekommt man hier einen einheitlichen blauen Beutel mit einem leider nicht immer optimal funktionierenden Zip Verschluss geliefert.
Also gerade wenn der Beutel noch voll ist, kann es sein, dass der Beutel von alleine nicht zu bleibt und das kann manchmal schon nervig sein.
Beim Isolat ließ tatsächlich auch die Löslichkeit des Proteins zu wünschen übrig – meist ein Zeichen von keiner guten Rohstoffqualität – allerdings konnte ich etwas dergleichen beim hier verglichenen Whey Protein Konzentrat nie beobachten, also da passte bisher alles.

Dennoch merkt man beim Geschmack, dass Zumub auch hier einen etwas simpleren Ansatz fährt. Also Geschmacksrichtungen wie Dulce de Leche oder Cookies & Cream sind jetzt nicht super ausgefallen, sondern eher schlicht gehalten. Also eher für Leute gedacht, die ihr Whey Protein als Mittel zum Zweck sehen.
Dennoch muss ich an der Stelle noch ein Shoutout für den Peanut Butter Flavour machen. Der arbeitet nämlich nicht mit Aromen, sondern mit satten 17% Erdnusspulver und die schmeckt man auch. Also den Geschmack, der ja eigentlich echt schwierig ist, kann ich wirklich sehr empfehlen!
Erwartet aber nicht, dass der Shake an die Vollmundigkeit eines aheads herankommt. Aber wenn man eben ein Proteinpulver für nur 25 EUR das Kilo kauft, dann darf man auch nicht den Porsche unter den Whey Proteinen erwarten, das ist halt einfach so!
Next kommen wir zu den beiden Whey Proteinen von Vitaminversand24, also dem Yummy Whey Protein von Vit4Ever und dem Elite Whey Complex von German Elite Nutrition.

Der eingesetzte Rohstoff in diesen Proteinen ist tatsächlich auch derselbe, stammt von grasgefütterten Kühen aus Deutschland, und auch Laktase ist bei beiden Proteinen enthalten, allerdings arbeitet der Elite Whey Complex noch mit einem kleineren Anteil an Whey Protein Isolat.
Von der Anmutung her sind die beiden in der Konsequenz auch ähnlich, was bedeutet, dass beide in Sachen Konsistenz eher dünner ausfällen. So dünnflüssig wie sonst kein anderes Whey in diesem Kandidatenfeld. Dennoch ist der Geschmack aber sehr kräftig und süß und daher in Sachen Intensität sogar sehr weit vorne mit dabei!
Besonders hervorzuheben ist beim Yummy Whey Protein noch der Fokus auf stückige Zusätze. Der ist zwar nicht bei jedem Geschmack gegeben – bei Vanille fehlt es beispielsweise – aber wenn es sich anbietet wie bei Choco Country Crunch zum Beispiel, dann hat man sich bei diesen Stückchen auch definitiv nicht zurückgehalten.
Also da war man teilweise schon sehr großzügig, was aber auch heißt, dass sie in einem Shaker Sieb auch gerne daran hängen bleiben können. Deshalb entweder beim Trinken den Deckel am besten abschrauben oder ihr verarbeitet das Protein einfach im Essen. Da kommt dem Protein dessen intensiver Geschmack auch definitiv zugute.

Der beste Geschmack vom Yummy Whey, um das noch loszuwerden, ist für mich übrigens der Dark Cookie Crumble Flavour. Auch dort ist der Anteil an Stückchen mit 8% sehr hoch und bei einem so hohen Anteil zollt das dann auch spürbar bei den Nährwerten seinen Tribut, denn in Sachen Eiweißgehalt liegen wir dann hier nur noch bei 67,9%. Also Name ist Programm könnte man sagen.
Der Elite Whey Complex auf der anderen Seite verzichtet dagegen komplett auf diese stückigen Zusätze, bleibt so in Verbund mit dem Isolatanteil auch bei einem Eiweißgehalt überhalb der 75%-Marke und bietet damit auch einen ausreichend großen Kontrast, um neben dem Yummy Whey Protein auch gut für sich alleine stehen zu können.
Dessen Preis wirkt mit 39,99 EUR vor Rabatten erst etwas zwar höher, allerdings enthält hier der Beutel auch gleich ein ganzes Kilo und wenn man das berücksichtigt, dann ist GEN trotz des Isolatanteils sogar etwas günstiger als das von Vit4Ever.
Neosupps ist dann unser nächster Kandidat und hier muss ich zugeben, gab es für mich in meiner großen Gegenüberstellung hier die größte Überraschung. Früher war das Vision Whey geschmacklich eher dünn, allerdings wurde hier wirklich stark nachgebessert und man ist hier echt auf Augenhöhe mit ahead Nutrition, was Vollmundigkeit und Intensität angeht.
Besonders gut gefallen haben mir da die Flavours Pistazie und das neue Mango Lassi.

Beide driften dabei sehr in diese Milchshake Richtung ab, was mir persönlich auch sehr gut gefällt.
Die Besonderheiten finden sich hier beim einerseits garantierten 30%-igen Whey Protein Isolat Anteils, was in Anbetracht der aktuelle Preise wirklich viel ist, plus andererseits noch bei den Verdauungsenzymen. Als einzigen Kandidaten im Testfeld haben wir hier nämlich einen Komplex aus Laktase und Bromelain plus Papain. Neben Milchzucker wird hier also auch die Verdauung der Proteinbausteine gefördert, also gerade für die relevant, die einen eher empfindlicheren Magen aufweisen.
Bei Overshield haben wir erneut zwei Kandidaten im Feld, einmal das Creme de la Creme Whey und einmal das L’over Protéiné, das früher noch Over Whey hieß. Letzteres ist von den beiden das günstigere Protein, das aber trotzdem noch mit 10% Molkenproteinisolat arbeitet.
Gerade hier war der Preisanstieg zuletzt besonders extrem, weil ihr müsst wissen, die Proteine von Overshield wurden durch diesen Preiswahnsinn einfach von einer Charge zur nächsten um 10 EUR teurer im Einkauf.
Andreas Klaus: „Sowohl das Crème de la Crème als auch das L’Over sind für mich im Einkauf 10,- EUR teurer geworden!“
Aber das wird anderen Marken nicht großartig anders gehen, deshalb die Preise auch immer mit gewisser Vorsicht genießen.
Das Creme de la Creme Whey ist im Gegensatz zum L’Over Protéiné das High End Produkt von Overshield und arbeitet mit den Markenrohstoffen Isolac beim Isolat und Optipep beim ebenfalls enthaltenen Molkenproteinhydrolisat-Rohstoff. Außerdem ist hier auch noch das Laktaseenzym für den Milchzucker enthalten.

Von den Aromen her gibt sich Overshield bei ihrem Premium Protein auch mehr preislichen Spielraum, arbeitet in dem Sinne mit den hochwertigeren Rezepturen, allerdings ist Geschmack ja immer subjektiv und muss deswegen auch nicht immer bedeuten, dass das Creme de la Creme grundsätzlich besser schmeckt. Von der Anmutung her sind die beiden nämlich sehr ähnlich spielen in Sachen Vollmundigkeit und Intensität definitiv in der Liga von ahead und Neosupps.
Das Verum Whey von Gannikus ist unser vorletzter Kandidat im Testfeld und deren großer Selling Point ist wie schon bei Zumub der Preis. Aktuell sind es nach Code Felix exakt 24,30 EUR, die man für einen Kilogramm Beutel bezahlen muss und das ist ein wirklich derart guter Preis, dass ich im Grunde jetzt schon callen kann, dass der Preis nicht auf Dauer zu halten sein wird. Zumindest würde es mich sehr überraschen, wenn dem so wäre.
Kompromisse muss man dafür allerdings bei den Nährwerten eingehen, denn wie bereits angesprochen haben wir hier den höchsten Laktoseanteil im Feld, was in Verbund mit dem fehlenden Laktasezusatz dann natürlich gleich doppelt von Relevanz ist, wenn da der Magen besonders empfindlich reagiert.

Geschmacklich finde ich bei Gannikus besonders Butterkeks und Kokosnuss stark, aber gerade in diesem großen Vergleich war dann schon auffällig, dass deren Rezeptur mittlerweile etwas angestaubt ist. Zum Launch damals waren sie noch eines der cremigeren und vollmundigeren Whey Protein auf dem Markt, aber heute ist das maximal Durchschnitt bzw. in diesem Vergleich hier sogar etwas darunter.
Für den Preis kann man natürlich trotzdem nicht meckern, man muss sich aber einfach eingestehen, dass da inzwischen auch mehr geht.
Beim Honest Whey von Sinob, unserem letzten Kandidaten, tu ich mir tatsächlich am schwersten den Geschmack des Proteins richtig einzuordnen. Ben von Sinob ist nämlich bekannt dafür, an jeden Flavour nochmal von Neuem heranzugehen und je nach dem, was für ihn bei der jeweiligen Geschmacksrichtung am meisten Sinn ergibt, passt er auch die Süße, die Konsistenz und natürlich auch das Aroma entsprechend an.
Der Limited Halloween Flavour hier wird zum Beispiel richtig dick und vollmundig, wohingegen ein Pistazie eher dünn bleibt. Bei Sinob ist es also besonders wichtig, dass man sich mit den Proben, die Sinob zum Glück auch anbietet, erstmal ein Bild macht, selbst wenn man andere Geschmacksrichtungen ausprobiert hat.
Was das Protein darüber hinaus aber besonders spannend macht, ist dessen Philosophie dahinter.
Sinob legt nämlich großen Wert auf Transparenz. Sie geben also beispielsweise ihren Proteingehalt auf der Website immer mit beiden Proteinfaktoren an. Einmal den rechtlich Verbindlichen, den theoretisch jeder nutzen müsste, und einmal den Alten, den wegen des Toleranzbereichs immer noch viele andere Hersteller verwenden, weil er den realen und in der Praxis auch immer den etwas höheren Proteingehalt widerspiegelt.

Hinzukommt, dass Sinob ihren eingesetzten Rohstoff öffentlich bekannt gibt und der, wie ihr sehen könnt, aus Irland von grasgefütterten Weidekühen stammt, was sowohl für den Konzentratanteil als auch für die 12,5% Isolat gilt.
Eine solche Transparenz beim Rohstoff ist übrigens auch immer ein Zeichen dafür, dass die Qualität des Proteins im Sinne von Geschmack und Löslichkeit gleichbleibend ist. Etwas, was große Firmen, die von Charge zu Charge auf unterschiedliche Rohstoffe zurückgreifen müssen, so nicht garantieren können.
Aber mit diesem kleinen Detail wäre ich am Ende dieses zweiten Teils meines Vergleiches angekommen. Ich hoffe, die Informationsflut war nicht zu groß und ihr seid in der Lage, daraus – oder natürlich aus dem ersten Teil – euren Top Pick zu finden.
Einen dritten Teil mit nochmal weiteren Marken habe ich allerdings auch noch in Planung. Also wenn ihr den nicht verpassen wollt, dann abonniert gerne den Kanal und falls ihr die Tabelle aus dem Video herunterladen wollt, dann findet ihr die wieder auf meiner Website im entsprechenden Videobeitrag.
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