Das größte Unikat der deutschen Supplement-Industrie
Was sich Andre Voigt, seines Zeichens CEO und Produktentwickler des Bodybuilding Depots, in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut hat, sucht auf dem Supplement Markt wahrlich seines Gleichen. Während sich die anderen Marken am Markt orientieren und sich immer auf eine gewisse Art und Weise angleichen, bleibt sich das Bodybuilding Depot seiner Philosophie aus den 2000er Jahren bis heute treu!
Transkript:
Wenn man das Bodybuilding Depot heute nochmal neu gründen wollen würde, würde dir wahrscheinlich jeder Berater davon abraten. Keine Trend-Geschmäcker, keine ausufernde Social Media Offensive, keine Präsenz auf Events wie der FIBO, keine bunten Dosen, die aus dem Regal schreien.

Das Bodybuilding Depot ist einfach anders, stellt sich gegen Trends bzw. hat wahrscheinlich auch einfach gar keinen Bock drauf. Und genau dadurch hat sich die Marke zu einem der größten Unikate der deutschen Supplement Szene entwickelt.
In diesem Video schauen wir uns genau diese Eigenheiten an und warum eine Marke wie diese heute wahrscheinlich gar nicht mehr neu gegründet werden könnte.
Das Bodybuilding Depot ist eine der Marken, die ich hier auf YouTube schon mit am längsten behandle. Seit 2017 um genau zu sein. Deren Produkte kenne ich aber tatsächlich sogar noch länger, weil ich schon früh das Royal Flavour für mich bzw. meinen Magerquark entdeckt habe.

Aber wohingegen sich andere Marken in der Zeit quasi 5 Mal neu erfunden haben, man erinnere sich nur an mein Video zu Rocka Nutrition, ist das Bodybuilding Depot in nahezu allen Aspekten immer noch exakt genauso wie früher.
Gut, die Farben wurden einmal überarbeitet, aber das was drin steckt, also das WPC-80 Bourbon Vanille zum Beispiel, das ist heute noch 100% exakt dasselbe Pulver wie vor 5 oder 10 Jahren. Und das ist wahrlich etwas einzigartiges.
Ihr müsst wissen, die Supplement Branche dreht sich verhältnismäßig schnell. Es wird ständig ein neuer Hype durch’s Dorf getrieben und entsprechend wird auch das Produktsortiment immer wieder angepasst und überarbeitet.
Im letzten Supp Entwickler Talk (Folge 31) war beispielsweise das Thema, das durch das Wachstum der Branche viele neue Kunden erstmals auf Supplements stoßen und um diese Leute abzuholen werden deshalb auch die Produkte so entwickelt, dass sie für diese neue Zielgruppe so schmackhaft wie nur irgendwie möglich gemacht werden. Also, im wahrsten Sinne des Wortes.
In den 2000er Jahren galt noch der Eiweißgehalt als das mit Abstand wichtigste Kaufargument bei einem Proteinpulver. Man hat zwei Produkte miteinander verglichen und wenn das eine 76 g Eiweiß aufwies und das andere 77, dann wurde sich natürlich das mit 77% gekauft. Es galt also als Qualitätsmerkmal, wenn das Produkt vor allem auf die Funktion reduziert war und sich in der Konsequenz auch nur auf die nötigsten Inhaltsstoffe beschränkte.
Heute ist das aber völlig anders. Hypes wie der Protein Matcha zum Beispiel gehen in eine völlig konträre Richtung und Nahrungsergänzungsmittel werden immer mehr zu Lifestyle Produkten, um eben vor allem dieser neuen Zielgruppe auch gerecht zu werden. Denn die ist viel größer als der klassische Bodybuilder Stamm und deshalb winkt da auch wesentlich mehr Umsatz.

Als Supplement Marke kannst du dich auch begrenzt gegen diese Trends stellen, weil du die Produkte ja in der Regel nicht selbst produzierst, sondern sie von einem Lohnhersteller beziehst und der wiederum möchte natürlich mit seinen Entwicklungen und Produktionen immer den größtmöglichen Umsatz generieren.
Das Bodybuilding Depot ist hier aber alleine schon in dem Sinne einzigartig, da sie seit mittlerweile über 10 Jahren eine eigene Produktion besitzen, die auch wirklich nur exklusiv für sie selbst arbeitet. Während andere Hersteller versuchen, ihre Maschinen stets maximal auszulasten, was ja aus rein wirtschaftlicher Sicht auch maximal Sinn ergibt, hat sich das Bodybuilding Depot von Anfang an diesen Luxus erlaubt und ausschließlich nur die eigenen Produkte dort hergestellt.
Ein Punkt, der in der heutigen Wirtschaftswelt völlig unvorstellbar geworden ist, weil es gerade am Anfang auch schlicht ineffizient ist, wenn die teuren Maschinen zwischen den Produktionen ungenutzt rumstehen.

Andererseits bietet das aber natürlich auch gewisse Vorteile, denn während viele andere Marken – gerade bei externer Lohnproduktion und deren hohen Durchlaufmengen – häufig auf Hilfsstoffe wie Siliziumdioxid zurückgreifen, um Prozesse einfach effizienter zu machen, hat das Bodybuilding Depot da einfach weniger Druck und kann leichter darauf verzichten und so die Produkte mit einer kürzeren Zutatenliste anbieten.
Genauso ist hier auch beispielsweise einsehbar, wie viel vom Süßstoff Sucralose im jeweiligen Produkt verarbeitet ist. Bei anderen wiederum fehlt diese Angabe eigentlich immer und das liegt häufig daran, dass sie es selbst nicht so genau wissen. Das ist nämlich in der Regel ein Betriebsgeheimnis des Lohnherstellers, wird aber alleine schon deshalb nicht gerne verraten, um sich vor etwaigen Nachahmern zu schützen.
Dieser komplett konträre Ansatz sorgt natürlich auch dafür, dass die Produkte vom Bodybuilding Depot spürbar anders schmecken. In meiner Community gibt es zwar ganz viele, die dieses Reduzierte feiern und auch wertschätzen können, aber außerhalb dieser Zielgruppe gibt es wahrscheinlich noch viel mehr Menschen, denen die Produkte schlicht zu wenig süß oder intensiv schmecken.
Andre, also der Chef und Produktentwickler vom Bodybuilding Depot, könnte jetzt darauf reagieren und seine Pulver süßer machen, aber da er sich selbst als seinen ersten Kunde betrachtet, und ihm seine Flavours mit zunehmenden Alter sogar etwas zu süß wurden, hat er im letzten Jahr kurzerhand sein Whey mit einem nochmal weniger süßen Geschmack entwickelt. Und damit verhält er sich halt erneut komplett konträr zu dem, was der Markt eigentlich von ihm einfordert.
Die nächste Eigenheit wären die Papierverpackungen. Die sind nämlich für den breiten Massenmarkt ziemlich ungeeignet. Die Haltbarkeit wird dadurch merklich verkürzt, was die Lagerung vor dem Verkauf massiv einschränkt und es deshalb, dass immer wieder frisch produziert werden muss.
Zudem kann die Verpackung schneller kaputtgehen und wenn man es nicht zuhause umfüllt, ist auch die Handhabung damit einfach unkomfortabler als bei einem klassischen Beutel oder eben einer Dose.

Auf der anderen Seite hat diese Verpackung aber natürlich auch einige Vorteile. Das offensichtlichste ist natürlich der Umweltaspekt. Papier ist besser als Plastik. Logisch.
Dann wäre da noch die Tatsache, dass viele von Andres Kunden bereits langjährige Stammkunden sind, Alternativen gibt’s in dem Bereich ja nicht so viele und deshalb hat er es auch nicht eingesehen, dass die ihre Dosen ständig wegschmeißen, wenn sie neu bestellen. Und zuletzt sind diese Beutel natürlich auch wesentlich platzsparender zu lagern als klassische Dosen. Also du kriegst wesentlich mehr Beutel als Dosen auf eine Palette und das ist für das Bodybuilding Depot vor allem deshalb relevant, weil deren Lager momentan tatsächlich völlig ausgelastet ist.
Ein weiterer Aspekt, der das Bodybuilding Depot komplett von anderen Unternehmen unterscheidet, ist die Art und Weise wie es mit seinen Kunden kommuniziert. Bei einem typischen Supplement Unternehmen ist jeder neue Geschmack immer das krasseste, was es gibt. Und das ist ja auch irgendwo logisch, denn man will einen Hype generieren und die Leute möglichst zum Kauf anregen.
Andre allerdings schert sich nicht um solche Dinge und schreibt zu jedem seiner Produkte eine umfangreiche Beschreibung, in der er das Produkt auf seine eigene Art einordnet. Hier ein Beispiel:

„Die Bodybuilding Depot EAA wurden gezielt für Bodybuilding entwickelt. So wurde dem Geschmack nur eine sekundäre Priorität zugewiesen. Die Aminos schmecken arttypisch, also bitter. Der Amino-Geschmack wird durch ein Limetten- und Maracuja-Aroma verbessert, jedoch nicht völlig überdeckt. Bodybuilding Depot® EAA hat im Fitness-Sport keine Verwendung. Hierfür reichen Proteindrinks aus.“
Selbiges gilt übrigens auch, wenn es um das Thema Preise geht. Seit Jahren habe ich ja mit Andre hier diese Videos gemacht, wo wir die Entwicklung der Rohstoffpreise beleuchtet haben. Mittlerweile ist das Thema auch bei anderen angekommen und auch sonst auf Social Media etwas präsenter, aber der Trendsetter, auch wenn er sich selbst ungern als ein solcher bezeichnen würde, ist zweifelsohne Andre gewesen.
Und Preise sind auch ein gutes Stichwort, denn auch da fährt man eine zumindest etwas andere Strategie. Zwar gibt es auch hier wöchentliche Aktionen, der Rabatt hält sich dabei allerdings doch eher in Grenzen. Dafür ist halt die UVP dauerhaft niedriger angesetzt, wodurch beispielsweise auch während der Black Week nicht großartig viel mehr gespart werden kann. In einer typischen Woche gelten also beispielsweise 10% Rabatt auf das WPC-80, den Flavour der Woche gibt’s für 13,50 EUR plus spart man mit Code Felix5 immer nochmal weitere 5%.
Für uns bei Cheat Meat war dieses Modell auch tatsächlich ein gewisses Vorbild, weil wir das einfach für die kundenfreundlichste Herangehensweise halten und deshalb sogar dauerhaft auf Aktionen verzichten wollen, damit man es eben nicht bereuen kann in der in Anführungszeichen „falschen Woche“ eingekauft zu haben. Dadurch entgeht einem zwar ein signifikanter Marketingeffekt, weil hohe Rabatte funktionieren tatsächlich richtig gut, aber unserer Meinung nach ist dieses Everyday Low Prices Modell einfach wesentlich kundenfreundlicher.

In einem Aspekt, der damals auch viel zur Popularität beigetragen hat, hat sich das Bodybuilding Depot aber mittlerweile doch verändern müssen.
Früher bot das Bodybuilding Depot nämlich die Möglichkeit an, Produkte wie das Royal Flavour oder die Proteinpulver vor dem Kauf komplett kostenlos zu probieren. Ein Zukommen für vor allem potenzielle Neukunden, damit diese nicht die Katze im Sack kaufen müssen.
Das geht heute aber leider nicht mehr so, weil seitdem nicht nur die Preise von Proteinpulver deutlich gestiegen sind, sondern das System an sich auch irgendwann leider ausgenutzt wurde.
Ich glaube bei jahrelangen Stammkunden zeigt man sich hin und wieder mal etwas kulanter, aber für meisten werden die Proben einfach ganz klassisch im Shop zum Kaufen angeboten. Dafür aber auch zu verhältnismäßig fairen Konditionen.
Aber auch, wenn sie sich im Laufe der Jahre in manchen Aspekten leicht verändern mussten, ist die Marke im Kern diesen klassischen Werten des Bodybuildings aus den 2000er Jahren bis heute treu geblieben.
Und bedingt dadurch, dass das Bodybuilding Depot schon so lange existiert und viele ihrer Stammkunden genau das zu schätzen wissen, können sie sich auch auf dem Markt halten und in ihrer Nische weiter wachsen.

Ob das allerdings einem gänzlich neuen Unternehmen genauso gelingen würde, wage ich doch sehr zu bezweifeln.
Oder seht ihr das anders? Schreibt gerne eure Haltung zum Bodybuilding Depot in die Kommentare. Mich würde interessieren, ob ihr diesen Ansatz heute noch für zeitgemäß haltet. Und ich möchte die Diskussion auch mit einem kleinen Gewinnspiel verbinden. Unter allen, die ihre Meinung dalassen und den Kanal abonniert haben, verlose ich ein Supplement Paket.
Ich für meinen Teil betrachte das Bodybuilding Depot wirklich als das größte Unikat der deutschen Supplement Szene. Was Andre sich da aufgebaut hat, ist etwas komplett einzigartiges. In manchen Aspekten sicherlich etwas aus der Zeit gefallen, aber genau deshalb eben auch eine Marke, bei der ich es sehr bedauern würde, wenn sie irgendwann nicht mehr existieren sollte oder gezwungen wäre, sich doch den Trends der Neuzeit unterzuordnen.
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