fayn. ist, was ESN und More Nutrition nicht verhindern konnten
In meinem neuesten Video behandle ich erstmals die neue Supplement-Marke fayn. sowie ihre Verbindungen zu bekannten anderen Namen wie TEVEO, aber auch tatsächlich ESN und More Nutrition. Was diese Marken mit fayn. verbindet, wie sich fayn. positioniert und für wen deren Produkte interessant sind, erfahrt ihr im Video!
Transkript:
Leute, never trust a girl in TEVEO Leggins!

Jo, für die paar Sekunden hab ich mich jetzt in meinem Fitnessstudio komplett lächerlich machen müssen, aber so ist es halt. Tut mir Leid an alle, die das sehen mussten! Kommt nicht wieder vor!
Das Intro passt aber halt so gut zu meinem Video Thema heute, denn ohne TEVEO hätte es schließlich auch ein fayn nie gegeben. Was diese beiden Marken miteinander zu tun haben und wie dann auch noch ESN und More in dem ganzen Ding mit drin hängen, das erfahrt ihr in diesem Video.
Ich denke zu TEVEO bedarf es keiner großen Einleitung, oder? Die Marke gibt’s zwar erst seit 2019, aber gefühlt sehe ich mittlerweile eigentlich jedes Mal, wenn ich ins Gym gehe, immer mindestens einen oder vor allem eine, die diese Klamotten trägt. Was früher mal Nike und Adidas waren, sind heute einfach Gymshark, Smilodox, Oace und eben TEVEO.

Der Name setzt sich dabei aus den beiden spanischen Wörtern Te und Veo zusammen und heißt übersetzt so viel wie „ich sehe dich“. Und das bringt auch im Grunde zum Ausdruck, wofür die Marke heute steht bzw. stehen möchte. Man soll damit nämlich im positiven Sinne auffallen und eben gesehen werden. Dabei soll der Körper möglichst im besten Licht präsentiert werden, was dann auch zu diesen berühmten Booty Scrunch Leggins geführt hat, die selbst einen Männerarsch noch halbwegs ästhetisch aussehen lassen können, auch wenn ich das jetzt zugegeben schon wesentlich schöner an Frauen gesehen habe, aber lassen wir das Thema.
Fakt ist auf jeden Fall, TEVEO ist seit der Gründung 2019 nicht mehr aus den Gyms wegzudenken, hat Werbeposts wie diese hier normalisiert, an dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür, und ist dabei enorm gewachsen. So sehr, dass sie mittlerweile über ein komplett eigenes Logistikzentrum verfügen, indem vom Wareneingang bis zum Versand tatsächlich alles komplett automatisch abläuft.

Und wenn man einmal so etwas auf die Beine gestellt hat, dann ist es wohl ganz natürlich, dass man in Person von Amelie, der Co Founderin von TEVEO, anfängt zu überlegen, was man sonst noch so für schönen Unsinn treiben kann, um sich selbst zu verwirklichen. Und da man sich mit TEVEO ja voll in diesem Fitnesssegment platziert hat, war die Entscheidung jetzt auch eigene Supplements anzubieten da wohl relativ naheliegend.
So ungefähr würde man wahrscheinlich offiziell begründen, wie der Wunsch entstanden ist, mit fayn eine eigene Supplement Marke zu gründen. Tatsächlich hat es aber auch noch weitere Gründe.
Ihr müsst nämlich wissen, dass viele Influencer und Repräsentanten der Marke TEVEO auch Verträge mit anderen Supplement Herstellern haben bzw. hatten. Und natürlich haben diese Supplement Firmen dann ein Interesse daran, dass diese Athleten auch möglichst ihre eigenen Klamotten tragen, sofern sie solche eben auch anbieten. Also zum Beispiel, dass Neosupps Influencer Smilodox tragen und More bzw. ESN Influencer eben Oace.
Je nach Unternehmen wird da auch mit härteren Mitteln und sogenannten „Exklusivitätsklauseln“ gearbeitet, die dann auch vertraglich verhindern sollen, dass die eigenen Athleten andere Marken bewerben. Und eben auch um dem etwas entgegenbringen zu können, ist die Idee zur Marke fayn entstanden.
Was uns dann auch zu dem Teil dieses Videos bringt, der für den Titel verantwortlich ist. Gegründet wurde die Marke fayn nämlich nicht nur von Amelie selbst, sondern auch von einem gewissen René!
Und der Kollege war vorher 10 Jahre Produktentwickler bei der Quality Group, sprich bei More Nutrition und ESN.

Man kann also sagen, dass die Gründung von fayn fast genauso zustande kam wie die von Inlead. Beide Male konnte die Quality Group nicht verhindern, dass Produktentwickler nicht nur das Unternehmen verlassen, sondern sie gleichzeitig auch eine neue eigene Marke gründen, die jetzt logischerweise in direkter Konkurrenz zu ihnen steht.
Ich habe Rene in Vorbereitung auf dieses Video auch kennenlernen können und konnte in dem Gespräch ein paar Details über ihn in Erfahrung bringen.
Er selbst sieht seine größten Expertisen im Bereich der Produktentwicklung vor allem bei Proteinpulvern und Riegeln. Eines seiner größten Projekte, in denen er mitwirkte, war beispielsweise die damalige Rezepturänderung vom Designer Whey, als die von den Beuteln zu den Dosen überführt wurden.
Davor hatte man ja noch beispielsweise mit Süßstoffen wie Natriumcyclamat gearbeitet, die sind aber dann im Zuge dieses Modernisierungsprozesses herausgeflogen.
Bei dieser Rezepturänderung sind übrigens auch sämtliche Geschmacksrichtungen nochmals überarbeitet worden und das bis heute sehr beliebte Designer Whey Cinnamon Cereal entstanden.
Der aber wahrscheinlich größte Verdienst von René bei der Quality Group war die Entwicklung der Designer Bars, die neben dem Whey und Kreatin mit zu den absoluten Bestsellern im ESN Sortiment zählen.
Wenn man sich zu dem Thema mit René unterhält, dann merkt man auch direkt, dass er da richtig aufgeht. Ich hab ihn dann auch direkt zu meinem Supp Entwickler Talk Podcast eingeladen. Wenn euch also zu dem Thema etwas brennend interessiert, könnt ihr gerne eure Fragen in die Kommentare schreiben.

Bei der Entwicklung der fayn Produkte war es jetzt Renés Strategie, die bekannten Rezepturen von More und vor allem ESN nochmals zu modernisieren, also ganz ähnlich wie das damals auch beim Designer Whey schon der Fall war.
Dazu gehören neben kleineren Verfeinerungen bei der allgemeinen Qualität des Whey Protein Rohstoffs vor allem der Zusatz von Laktase für eine bessere Verträglichkeit sowie der gänzliche Verzicht auf Verdickungsmittel.
In Sachen Geschmack hat man versucht sich die Kritik der Kunden zu Herzen zu nehmen, die das Designer Whey tendenziell etwas zu süß fanden und hat diese entsprechend etwas reduziert. Gleichzeitig lässt man jetzt auch die Stückchen im Pulver weg, einfach weil sich die meist am Boden absetzen oder im Sieb des Shakers verfangen haben, was so auch als suboptimal angesehen wurde.

In Summe mag das vielleicht nach relativ vielen Veränderungen klingen, aber wenn man die Shakes trinkt, sind die Parallelen zum Designer Whey trotzdem noch klar erkennbar. Also man merkt definitiv, dass da dieselben Hände am Werk waren. Gerade dieses Cinnamon Cereal Aroma geht auch in eine sehr ähnliche Richtung und ist wieder richtig lecker geworden.
Und ähnliches wie beim Proteinpulver lässt sich dann ebenfalls zu den Riegeln sagen. Auch hier wurde die bekannte Rezeptur der Designer Bars überarbeitet, ohne dabei aber in eine völlig andere Richtung abzudriften. Die Riegel sind dabei mit 55 g etwas angewachsen, weisen im Vergleich etwas weniger Schokolade auf, konnten so aber auch den Fettanteil von bei ESN über 20% auf ca. 15% reduzieren.

Dass hier in so kurzer Zeit dann auch schon so derart viele verschiedene Flavours entstanden sind, ist in dem Sinne auch kein Zufall, denn neben der Tatsache, dass die Riegel generell einfach Renés Steckenpferd sind, haben sich die Protein Bars auch zum absoluten Bestseller im Sortiment etabliert.
An dieser Stelle liebe Grüße an Anna, die sagt, dass die fayn Riegel die einzigen Riegel seien, die ihr wirklich schmecken würden. Was mir allerdings bei der Zutatenliste direkt ins Auge gestochen ist, ist das Kollagenhydrolisat. Und da ich René ja eh am Telefon hatte, habe ich ihn dann gefragt, warum er daran festgehalten hat.
Anders als oft vermutet wird, liegt es nicht an den Kosten, denn tatsächlich kommt der hier eingesetzte Kollagenrohstoff von Gelita und ist damit sogar teurer als das Milchprotein. Vielmehr finden sich die Hauptgründe dafür bei der Konsistenz und ganz besonders bei der Haltbarkeit!

Gerade Supermärkte forderten bei Proteinriegeln nämlich Haltbarkeiten von mindestens einem Jahr und das sei ohne Kollagen nur schwer umsetzbar. Beziehungsweise wäre es natürlich umsetzbar, allerdings würde sich mit der Zeit dann auch der Geschmack stark verändern.
Und wenn bei fayn ein Aspekt bei der Produktentwicklung besonders im Vordergrund steht, dann ist es eben genau jener Geschmack. Ich hatte ja letztens auch EVO SPORTS FUEL hier auf dem Kanal mal vorgestellt und im Vergleich dazu würde ich definitiv sagen, dass die eher die Performance Schiene fahren. Zeigen tut sich das beispielsweise darin, dass bei EVO ein Proteinriegel eher nochmal mit 3 g Leucin und auch ein veganes Proteinpulver nochmal extra mit Aminosäuren aufwertet wird. Entsprechend sehe ich die Zielgruppe von EVO auch eher bei denen, die in Sachen Supplements relativ kompromisslos sind.

Bei fayn steht aber dann eher der geschmackliche Aspekt im Vordergrund. Natürlich versuchen beide immer einen möglichst gesunden Kompromiss aus beidem zu finden, aber ich glaube, ihr versteht, was ich meine.
Entsprechend gibt es also auch starke Überschneidungen zur Zielgruppe von More und ESN, die ja eine nicht unähnliche Strategie fahren. fayn. ist also das, was ESN und More nicht verhindern konnten: ein neuer, starker Player auf dem Markt, der sich gegen die Großmächte behaupten möchte.
Ob der Plan langfristig aufgeht, wird sich zeigen. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf den Podcast mit René, in dem wir noch tiefer in die Details der Produktentwicklung eintauchen werden.
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